Es gibt ihn eigentlich nicht mehr, den möblierten Herrn, und doch gibt es ihn noch; es dürfte ihn aber gar nicht geben. Geht’s noch etwas komplizierter? Ich bemühe mich ja. Herren, die in einem möblierten Zimmer wohnen, sind eben nicht möbliert. Der Grosse Duden bezeichnet den möblierten Herrn als «umgangssprachlich veraltend, noch scherzhaft». Fachsprachlich werden solche Bildungen isolierte Partizipien genannt. «Möblierte Melancholie» heisst ein Gedicht, «Möblierte Herren» ein Buchtitel von Erich Kästner. Der möblierte Herr sei der Mönch der Zivilisation, schrieb der Schriftsteller Peter Bamm ( ...