Georges Simenon: Die Glocken von Bicêtre. Kampa. 304 S., Fr. 31.90
Der Nobelpreis wurde Georges Simenon (1903–1989) – unverständlicherweise – nicht zuerkannt. Das hat ihn nicht gestört. All diese Eitelkeiten, dieses Haschen nach Anerkennung und Ruhm, hatte er schon früh hinter sich gelassen. Er freute sich am Sonnenaufgang, an den Blumen und Düften des Frühlings, am Rascheln des Herbstlaubs. Seit den frühen siebziger Jahren hatte er seine literarische Arbeit eingestellt. Da es für ihn zu ermüdend geworden war, sich in andere Personen hineinzuversetzen, hatte er aufgehört, Romangestalten zu schaffen.
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