1989 ist Kaspar Villiger in den Bundesrat gewählt worden, um das angeschlagene Image des Freisinns wiederherzustellen. Wegen des Rücktrittes von Elisabeth Kopp lag der Zürcher Freisinn am Boden; Leute aus der Provinz, wie der Luzerner Villiger oder der Urner Franz Steinegger als Präsident, kamen zum Zug. Sie sollten der FDP wieder Beine machen. Vierzehn Jahre später ist die Lage depressiv: Der Zürcher Freisinn, das einstige Nervenzentrum der Partei, ist in der Bedeutungslosigkeit versackt, und die FDP Schweiz muss fürchten, in den kommenden Wahlen fast schlechter abzuschneiden als die CVP. Ist auch Kaspar Villiger für diesen Niedergang verantwortlich? Ihn allein zu beschuldigen, käm ...