Wer in Rom lebte, konnte gar nicht anders, als dem Papst zu begegnen. Gleich nach seiner Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche im Oktober 1978 spazierte Karol Wojtyla nachts inkognito durch die Strassen der Stadt. Solche Streifzüge, behaupten Vatikan-Berichterstatter, habe er auch später immer wieder unternommen, solange die Beine ihn stützten. Die meisten allerdings sahen ihn, wenn er auf dem Weg zum Flughafen oder nach Castelgandolfo unter Sirenengeheul in seiner eskortierten Limousine vorbeibrauste. Dass sein Fahrer auch bei Rot nicht abbremste und Fussgänger sich gelegentlich mit einem Satz in Sicherheit bringen mussten, hat nie einen Römer irritiert. Sie freuten sich, was dies ...