Der Zeitpunkt der Veröffentlichung war perfekt. Während Papst Franziskus gerade die viertägige Konferenz zum Umgang mit den Missbräuchen innerhalb der Kirche eröffnete, legte der französische Soziologe Frédéric Martel seine 560-Seiten-Anklageschrift vor. «Sodoma» heisst das Buch im Original, in Anlehnung an die alttestamentarische Stadt Sodom, die Gott aus Zorn über das sündhafte Leben ihrer Bewohner unter einem Regen aus Feuer und Schwefel begraben liess. Der Titel spielt im Weiteren mit dem Begriff «Sodomie», der im Französischen für Analverkehr steht.
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