Herr Walser, warum liefern Sie sich im neuen Roman «Tod eines Kritikers» Ihren Kritikern fast erschreckend mutwillig zur Exekution aus? Einer der Kritiker, Hellmuth Karasek, der mich seit vierzig Jahren kennt, liess, ohne Kenntnis des gültigen Textes, verlauten, das sei der Selbstmord eines renommierten Autors. Ich hätte mich an Marcel Reich-Ranicki geklammert, um auf die Titelseiten zu gelangen. Ich sage Ihnen: Solche Äusserungen machen mir das Land unbewohnbar.
Aus dem Text spricht etwas Selbstzerstörerisches. An einer Figur des Buches spielen Sie in allen Facetten durch, wie jemand kaputtgeschrieben werden kann. Nahmen Sie da nicht indirekt vorweg, was nun mit Ihnen geschieht? Ich k ...