Der 42-jährige Italiener Carlo Lucarelli ist mehr als ein Krimiautor: Er ist ein Hobby-Kriminologe. Regelmässig stellt er am italienischen Fernsehen Mutmassungen über Serienkiller an, analysiert den Ablauf und die Hintergründe von Kapitalverbrechen, spricht von den Tentakeln der Mafia und der Verflechtung zwischen Geheimdiensten und rechtsradikalen Gruppierungen. In einem Buch über das «Monster von Florenz» – jenen Serientäter, der zwischen 1968 und 1985 acht Liebespärchen umbrachte – erhebt Lucarelli den Anspruch, neue Einsichten zur unheimlichsten Mordserie der italienischen Kriminalgeschichte beizusteuern. Vor vier Jahren wurde sein Vater angeklagt, als Chefarzt am Ausbruch e ...