Reden wir über Kunst. Weil das kann jeder. Weil ja auch jeder malen kann – oder ein Kind kennt, das pinselt, zeichnet, fotografiert, töpfert, bastelt, Bretter sägt. Machen Künstler denn etwas anderes?
Reden wir über Kunst, reden wir über Selfies. Und zwar mit voller politischer Absicht: Der Münchner Kunst-Verlag Prestel hat soeben einen Sammelband auf den Markt geworfen, um nicht zu sagen: geschleudert. Zum Schleuderpreis widmet er sich dem beliebtesten und vielleicht ältesten Genre der Malerei, dem Porträt, den «50 Porträts, die man kennen sollte». Er liefert damit einen Beitrag zu einem Tagesthema, das in der Kleinstadt Baden seinen Brandherd hat. Das Buch mit den Bildern, di ...