Weinzeitschriften sind eine beliebte publizistische Nische. Jede hat ihr eigenes Profil, ihr spezielles Publikum, ihre besonderen Interessen oder Verpflichtungen. Wer auf Informationen zum Schweizer Pinot noir aus ist, wird kaum zur Revue du vin de France greifen. Öno-Chauvinismus kann mehr oder weniger im Spiel sein oder auch nur so etwas wie ein Nationalgeschmack, die Vorlieben der jeweiligen Redaktionen. Klar, preist der österreichische Falstaff die Rieslinge aus der Wachau über den grünen Klee und vergisst gern die von der Mosel oder aus dem Elsass. Weinzeitschriften muss man ineinanderlesen, wie Weinführer, wie Restaurant-Guides. Natürlich wird der amerikanische Wine Spectator, ei ...