Für den Wanderer ist die Begegnung mit der Quelle des Rheins immer eine unverhoffte: Durch das Tavetsch emporsteigend, ausgestellt und bloss unter einer unvermischten Gebirgssonne in der lichten Weite des Tales, führt ihn der steiler gewordene Pfad auf knapp zweieinhalbtausend Höhenmetern zu einem Absatz, der sich unversehens als bergender Rand eines kleinen Kessels erweist; knapp steht man über dem Tomasee.
Weiss dieses unspektakuläre Gewässer, dem ein Gletscher sein Becken gegraben hat, dass es den Ursprung des bedeutendsten mitteleuropäischen Stromes bildet? Geröllhalden an der Seite bezeugen die Achtlosigkeit der gewaltigen alpinen Umgebung gegenüber dem kleinen See, gelb bemoo ...