Endlich wieder ein Literaturnobelpreis, der Akzente setzt. Endlich einmal ein jüngerer Nobelpreisträger, der noch mitten im literarischen Schaffen steht, dessen Werk den Zenit lange nicht überschritten hat, von dem wir noch viel erwarten können. Und endlich ein Nobelpreisträger, den wir auch wirklich lesen wollen, und nicht diese, mit Verlaub, abgehalfterten Dramatiker wie Dario Fo oder Harold Pinter, nicht die mehr hochgeschätzte als wirklich gelesene Elfriede Jelinek. Der Nobelpreis für Orhan Pamuk löst ein, was die Preisvergaben in den letzten Jahren auf geradezu empörende Weise vermissen liessen: nämlich das Renommee des noblen Namens gezielt dafür zu nutzen, die Aufmerksamkei ...