Ihn plagen keine Zweifel an seiner Mission. Die Frage, ob uns Mozart zu seinem 250. Geburtstag noch etwas zu sagen habe, versteht Peter Sellars nicht. Er kann sie nicht verstehen: Seinem Gehirn fehlen die dafür notwendigen Rezeptoren. Die weithin hörbare Kritik am Subventionstheater, an den Millionen verschlingenden Theater- und Opernfestivals Europas – Peter Sellars hat kein Ohr frei. Er ist gerade an seinen iPod angestöpselt, um die neue Oper von John Adams zu studieren. Die Diskussion über die Sinnsuche im Theater; die verbissene Jagd einer ganzen Generation von Regisseuren nach einem Wurstzipfel an Originalität; das Zetern über des Kaisers neue Kleider, wie sie auf unseren Bühne ...