Sind schon Literaturverfilmungen eine heikle Angelegenheit (in aller Regel stellt sich am Ende nur die Frage, wie weit sie hinter ihrer Vorlage zurückbleiben), sind musikalische Auseinandersetzungen mit literarischen Stoffen noch riskanter (jenseits des Musiktheaters). Sie geraten sofort in den Verdacht von Programmmusik, also Illustration. Und, handelt es sich um Jazz, in den der Anbiederung an abendländisches Bildungsimponiergehabe (John Lewis’ resp. des Modern Jazz Quartets Umsetzung der Commedia dell’arte sind in lebhafter Erinnerung).
Wenn also der Tenorsaxofonist (und Sopranist und Klarinettist) Chris Potter in Homers «Odyssee» die Auslegeordnung der grossen, ewiggültigen a ...