Gastgeber, die mir ihre Weinkeller vorführen wie Schatzkammern, sind mir etwas peinlich. Ich habe Zuneigung zu Individuen, die nicht dem Typus des Sammlers zuzuordnen sind und die ihren Weinbedarf eher akzidentiell, sozusagen von der Hand in den Mund, befriedigen. Gerade weil ich selber dazu nicht imstande bin. Erwachte ich doch kürzlich aus einem Albtraum, und der ging so: Ich befinde mich in einer Wohnung, die mir unbekannt, aber meine eigene ist; vor der Tür stehen geschätzte alte Bekannte, die auf ein Glas Wein vorbeikommen, und wie ich im Keller ein paar Flaschen greifen will, stehe ich vor spinnwebenverhangenen leeren Regalen; in den Ecken ein paar leere Flaschen und, merkw ...