Roger Federers Auftritte erinnern an die Filme von Wim Wenders: Sie sind ästhetisch, poetisch, perfekt, langweilig. Marat Safin hingegen ist Hollywood in Hochform. Er ist Quentin Tarantino: emotional, brutal, unberechenbar. Und er ist der vermutlich bestaussehende Sportler der Welt. Wirkt der Schweizer selbst in Designeranzügen wie ein Konfirmand, verströmt der Russe mehr Sexappeal als David Beckham und Jude Law zusammen.
Der 25-jährige Marat Michailowitsch Safin, aufgewachsen in Moskau, zum Tennisspieler ausgebildet in Spanien (nachdem ihn Startrainer Nick Bolletieri abgelehnt hatte), Sieger von zwei Grand-Slam-Turnieren und beim French Open als Nummer 3 gesetzt, straft all jene Lügen, ...