Es ist ein kleines Land, das die Kurdinnen verteidigen, etwa so gross wie die Kantone Bern, Zürich und Aargau zusammen. Die Fläche variiert, je nachdem, ob sich gerade die Kurden oder die Terroristen des Islamischen Staats (IS) im Vormarsch befinden. Die junge Frau auf dem Flachdach der improvisierten Kaserne trägt den braun-grün-schwarzen Flecktarn der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und darüber eine zivile Kapuzenjacke. Es ist zwar noch nicht Winter, aber in der Nacht kann es im Nordosten von Syrien schon empfindlich kalt werden. Golestan, was «Rosengarten» bedeutet, ist der Kriegsname der 23-Jährigen mit dem breiten Lachen und den hinten zum Zopf zusammengebundenen br ...