So bedeutsame Tage hat Grossbritannien seit sechzig Jahren nicht mehr erlebt. Tony Blairs Unterstützung für einen amerikanischen Irak-Krieg ist ebenso unerschütterlich wie unpopulär. Nicht nur seine persönliche Zukunft steht auf dem Spiel, auch die seiner Regierung, seiner Partei und des Landes. Wenn der Krieg gut ausgeht, wird Blair die Kritiker widerlegt haben. Geht er schlecht aus, werden seine sechsjährige Amtszeit und zugleich das angloamerikanische Bündnis in einer Katastrophe enden.
Kein Wunder, sieht Blair so mitgenommen aus. Das graue, eingefallene Gesicht, die geröteten Augen, die heisere Stimme und das ständige Hüsteln zeugen von monatelangen Bemühungen, die Kriegsgeg ...