Der gefeierte Autor Ta-Nehisi Coates beschreibt Amerika als unheilbar rassistisches Land. Was dem Jubelchor von New York Times bis Spiegel entgangen ist: Das Leben des vierzigjährigen Afroamerikaners ist die Widerlegung seiner These.
Wenn jemand eine Gemeinschaft oder eine Âethnische Gruppe pauschal beschimpft und verunglimpft, so empören sich deren AnÂgehörige aus nachvollziehbaren Gründen. Sie verwehren sich gegen ihre kollektive ÂHerabwürdigung und die damit einherÂgehende Unterstellung, austauschbare, willenlose Sozialmarionetten zu sein. Zu Recht Âhalten sie dem Angreifer vor, mit grobschlächtigen Stereotypen und hetzerischen Verallgemeinerungen zu hantieren; Vorwürfe, die ihn als intellektuell ernstzunehmenden Zeitgenossen disqualifizieren.
Anders verhielt es sich im Fall von Ta-Nehisi Coates, Reporter beim Magazin The Atlantic. Der vierzigjährige Afroamerikaner hatte letzten Sommer den Essay «Betwee ...
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