Eigentlich hätte er der Michail Gorbatschow der DDR werden sollen, der grosse Reformer des kommunistischen deutschen Staates. Der damalige Kremlchef selbst hatte Hans Modrow als Nachfolger des Fossils Erich Honecker ausgewählt. Aber es kam anders, und so blieben dem überzeugten Sozialisten Modrow am Ende kaum mehr als fünf Monate, um die DDR zu reformieren, bevor sie in der Bundesrepublik aufging.
Nach dem Mauerfall am 9. November 1989 wählte ihn die DDR-Volkskammer zum letzten Ministerpräsidenten, den die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) stellte. Im April wurde er vom CDU-Mann Lothar de Maizière abgelöst, der der Wunschkandidat von H ...