Das Bild war im Wahlkampf aufgetaucht: François Hollande, den Bauch an der Sonne, den Kopf hinter einem Buch, liegt in einem dümpelnden Kahn. Er liest eine «Französische Geschichte für Anfänger». Die Schnellbleiche für einen angehenden Präsidenten hat ihm noch vor der Wahl den Ruf eines «Pedalo-Kapitäns» eingetragen. Aus drei Gründen hat er sie dennoch gewonnen. Dominique Strauss-Kahn (DSK), der Favorit von Hollandes Sozialistischer Partei, sass in New York im Gefängnis – der amtierende Präsident hatte seinen gefährlichsten Rivalen in Paris an die Spitze des Währungsfonds abgeschoben. Nach fünf Jahren Sarkozy und DSKs Affären wollten die Franzosen einen «normalen Präsi ...