Ein Kritiker sollte Musik, wenn er sie schon nicht allen verschenken kann, wenigstens nachhaltig durchwühlen und beschreiben. Muss auch scheinbar erledigte Vorurteile noch einmal aufgreifen. Es gleicht der Situation, wo man etwas verloren hat. Zuerst sucht man hastig in Hosen- und Jackentaschen, auf Tischen und Ablagen. Natürlich ist da nichts. Dann kommt die Depro-Phase: Ich Trottel hab’s wieder mal geschafft, den Autoschlüssel vor mir selber zu verstecken! Man wird gewaltbereit, möchte etwas kaputtschlagen. Und dann – das Hirn hat noch nicht zu arbeiten aufgehört – sucht man von vorne. Fühlt sich mies, bestraft und angenehm winzig, wie «ein Klümpchen Schleim im warmen Moor» ...