Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.» Die grossmütterliche Devise ist auch die der Restlebensgefährtin. Natürlich erkundigt sie sich im Vorfeld nach den besonderen Abneigungen der Gäste und wird einem Vegetarier (bei uns eher selten) nicht ein T-Bone tischen. Sonst aber ist ihre vernünftige Überlegung, dass Gästen auch zuzumuten ist, was sie nicht kennen. Die Wahl der Weine, mein Job, ist heikler. Klar, auch da gibt es Selbstverständlichkeiten. Dass der Wein dem Essen nicht ins Gesicht schlägt oder dass er von dem nicht ruiniert wird. Zum Beispiel: Ein Châteauneuf zu einem Milkensoufflé macht wenig Sinn. Sonst aber sind eher delikate Entscheidungen zum Beispiel soziok ...