In den sechziger Jahren erlangte Michael Frayn (geb. 1933) in England Berühmtheit als witziger Zeitungskolumnist. Seither hat er ein Dutzend Romane, fünfzehn Theaterstücke und ein Philosophiewerk geschrieben, dazu Tschechow ins Englische übersetzt. Trotz des Riesenerfolgs des Schwanks «Noises Off» («Der nackte Wahnsinn») auf allen Weltbühnen wurde Frayn ausserhalb der Britischen Inseln von der Literatur- und Theaterkritik lange kaum ernst genommen. Vor fünf Jahren änderte sich dies schlagartig, als «Copenhagen» am Broadway mit dem Tony Award als bestes Stück ausgezeichnet wurde. Seine beiden jüngsten Romane, «Headlong» («Das verschollene Bild») und «Spies» («Das Spionag ...