Seit Tagen ist in Deutschland Party, rund um den grossen Zaun von Heiligendamm. Gäbe es die Treffen der G-8 nicht, man müsste sie erfinden. Nicht um der Globalisierung ein «menschliches Gesicht» zu geben; das hat sie längst. Aber um den Mächtigen und ihren nicht minder mächtigen Gegnern, bei Aufmerksamkeit in allen wichtigen Medien der Welt, eine Bühne zum grossen Auftritt zu bieten. Es ist kein Zufall, dass exakt zu der Zeit, in welcher die Weltwirtschaft den Bedeutungsverlust ihrer konsortialen Führung erlebt, das Bedürfnis nach symbolischer Repräsentation wächst. Heiligendamm dient der Reduktion von Komplexität.
Der Blick der Staats- und Regierungschefs richtet sich stets auf ...