Mit dem Zeitgeist verhält es sich wie mit einem pointillistischen Gemälde. Je näher wir ihm kommen, umso mehr lösen sich die Konturen auf, und was uns eben noch greifbar schien (oder begreifbar), zerfällt in einzelne Punkte. So ist vielleicht das kreative Erdbeben – um beim Jazz zu bleiben –, das am Ende des Zweiten Weltkriegs die scheinbar festgefügte Tektonik der Swing-Epoche ins Wanken brachte, erst aus Distanz so recht nachzuvollziehen. Jedenfalls ist anhand der integralen Neuveröffentlichung des Gesamtkatalogs des kleinen, unabhängigen, kurzlebigen kalifornischen Labels Dial ein wahrer Sturm des Zeitgeists zu erleben. Auf neun CDs ist es ein Querschnitt durch die M ...