Frau Canepa, wann sind Sie heute aufgestanden?Um fünf Uhr. Ich muss täglich eine Stunde joggen. Wenn ich das nicht mache, fehlt mir die Konzentration für die vielen Sitzungen.
Seit wann joggen Sie?Erst seit ein paar Jahren. Bis fünfzig habe ich über Sportler nur gelacht. «No sports», ganz nach Churchill. Wenn mein Mann, ein angefressener Fussballer, wieder mal verletzt nach Hause kam, sagte ich: Siehst du, Sport ist Mord. Dann, im Jahr 2000, wurde unsere Firma, die Schneider in Bülach, geschlossen, mein Lebenswerk brach ein. Dort hatte ich alles erlebt, in 20 Jahren die Firma von 5 auf 2400 Mitarbeiter aufgebaut. Das war ein schwerer Schlag, mein «Baby» war weg, verkauft für drei ...