Da war ein junger, kleinwüchsiger Rechtsanwalt im Literarischen Klub der nordfranzösischen Stadt Arras gern gesehen: Denn mit schöner Stimme trug er Gedichte vor. Maximilien de Robespierre hiess er – und binnen weniger Jahre sollte er sich in den Tyrannen aller Franzosen verwandeln, den Blutsäufer der Revolution, in ein Monstrum unter den Menschen, vom Chaos nach oben gespült und schliesslich von seiner Lieblingswaffe umgebracht, der Guillotine.
Als Waisenkind war Robespierre aufgewachsen, der Bischof von Arras nahm sich seiner an, schon mit 24 Jahren wurde er zum Richter ernannt. Und warum legte er das ehrenvolle Amt alsbald nieder? Weil er nach der Rechtslage ein Todesurteil hätte ...