Der Teufel trug Kittel
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Die Weltwoche

Der Teufel trug Kittel
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Menschenversuche

Der Teufel trug Kittel

Wie viel Kälte erträgt der Mensch? Kann ihm ohne Narkose die Leber entnommen werden? Ab wann wird Kopfüberhängen unerträglich? Im vergangenen grossen Krieg fanden japanische Ärzte auf diese Fragen Antworten. Die meisten der Mediziner wurden später nicht mal bestraft.
Im Zweiten Weltkrieg steckten japanische Ärzte Gefangene künstlich mit Pocken, Pest oder Hepatitis an und sezierten sie lebendigen Leibes, meist ohne Narkose. So viel wusste Murray Sanders, als er im August 1945, kurz nach Japans Kapitulation, in Yokohama landete. Als Sonderermittler der US-Besatzer sollte der Oberst Japans Biowaffenprogramm finden und die Verbrecher stellen. Sanders wusste auch, dass die japanische Armee es nicht bei Experimenten belassen hatte. Spezialeinheiten setzten die Erkenntnisse im Krieg gegen China und die Sowjetunion ein: Sie brachten Typhus, Pocken, die Pest und andere Seuchen über deren Bevölkerung. Im Mai 1942 warf ein Flugzeug Keramikbomben mit Choleraerre ...
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