Der Ausgang der Präsidentschaftswahlen schien klar zu sein. Barack Hussein Obama, Kandidat der Demokraten, flog wie Peter Pan in allen Wählerumfragen seinem Gegner John McCain davon.
Ende August überraschte der Republikaner die Nation, als er seine Kandidatin für die Vizepräsidentschaft präsentierte: Sarah Palin, Gouverneurin von Alaska, eine 44-jährige Mutter von fünf Kindern aus der Kleinstadt Wasilla. Kaum jemand hatte je von ihr gehört, und die Starkolumnisten der grossen Blätter mokierten sich über die unerfahrene Provinzpolitikerin mit der veralteten Bibliothekarinnenbrille. Palin solle die Nomination zurückziehen, riet beispielsweise ein Kommentator der New York Times (NYT ...