Tritt man nach einem Gespräch mit Hans Magnus Enzensberger wieder auf die Strasse, ist man eigentümlich beschwingt. Die ansteckende Heiterkeit dieses wohl grössten lebenden Intellektuellen deutscher Sprache lüftet den Kopf aus. Der 78-Jährige ist nicht fassbar, ein Gespräch mit ihm verläuft ähnlich wie die Fabel vom Hasen und vom Igel: Er ist immer schon da, wo man hinwollte. Und dann auch gleich wieder weg. Sein Werk lässt sich nicht fassen, es reicht von kommunistischem Agitprop («Verhör von Habana») über sensationelle Gedichte («Verteidigung der Wölfe»), einflussreiche Essays («Aussichten auf den Bürgerkrieg») bis zu einer Faktografie eines deutschen Generals («Hammers ...