Eigentlich wollte ich ein Porträt schreiben über den Künstler Gianni Motti, aber am Ende sass ich mit dem Sektenchef Raël im Chambre séparée eines Fünfsternehotels und sprach mit ihm über Kreativität.
Angefangen hatte es mit dem Anruf einer Galeristin letzten Sommer.
«Kennen Sie Gianni Motti?», fragte sie.
Ich erinnerte mich an den kleinen Skandal, den Motti im Jahr zuvor in Zürich provoziert hatte, als er zusammen mit Christoph Büchel das Geld, das er für eine Ausstellung im städtischen Museum Helmhaus bekommen hatte, einfach dort verstecken wollte. Es wurde befürchtet, die Besucher würden das Helmhaus in seine Einzelteile zerlegen, Stadtpräsident Ledergerber reduzierte ...