Ich vermutete eine Zeitlang, dass die Seele ein Berg sein könnte. Einer mit einer Flanke, schroff wie eine Nordwand, und einer anderen, die etwas sanftmütiger ist. Und dort auf und an diesem Seelenberg kraxeln wir, mal in dieser, mal in jener Flanke, wir haben nicht wirklich die Wahl. Wir hängen in Steilwänden, ruhen auf Felsvorsprüngen, wir fürchten uns vor dem Absturz, wir sind glücklich, wenn wir ein Stück näher und unverletzt zum Unerreichbaren gekommen sind, dem Gipfel. Und dann hoffen wir, dass der Gipfel vielleicht doch eines Tages uns so nahekommen wird, dass wir ihn fast mit den Händen greifen können.
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