Seit über drei Jahren gibt es in Berlin das «Denkmal für die ermordeten Juden Europas», ein begehbares Mahnmal neben dem Brandenburger Tor, dessen Bau über 25 Millionen Euro gekostet hat. Inzwischen dürfte es sich amortisiert haben, denn es gehört zu den Attraktionen der Metropole, mit denen Berlin Millionen von Besuchern anlockt. So gerechnet, war es eine gute Investition. Allerdings: Die Absicht der Erbauer, über die mörderischen Folgen des Antisemitismus aufzuklären und aufzurütteln, hat das Mahnmal nicht erfüllt. Der Antisemitismus ist in den letzten Jahren virulenter geworden; und deswegen hat eine Gruppe von Abgeordneten der Union, der SPD, der FDP und der Grünen nach lang ...