Der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ist nur auf den ersten Blick klar. Sieht man genauer hin, so steht die Niederlage erst dann fest, wenn sie von der betreffenden Seite akzeptiert worden ist. Das erfahren die USA zurzeit im Irak. So lautet die paradoxe Beobachtung: Der Sieger ist vom Verlierer abhängig. Kluge Sieger wissen das; sie erleichtern das Eingeständnis der Niederlage, indem sie ihre Forderungen begrenzen. Fanatiker freilich akzeptieren auch keine begrenzten Forderungen. Für sie ist jede neue Niederlage ein Ansporn zum Weiterkämpfen.
Aber auch für rationale Akteure ist die Bestimmung von Sieg und Niederlage nicht einfach. Während der Schlacht, so Clausewitz, seien di ...