Zum Glück sind seine Eltern da. Die Mutter wie der Stiefvater, beide Pädagogen, reden besänftigend auf den 23-jährigen grossen Jungen ein, sorgen für eine gelassene, fast heitere Atmosphäre und sagen: «Auch wenn es nicht so kommt, wie du es dir vorstellst, wird alles gut.» Der grosse Junge mit dem dunklen Haar, den blauen Augen und dem Blick des medikamentös Ruhiggestellten will nur eins: möglichst schnell aus der geschlossenen Abteilung der psychiatrischen Klinik herauskommen und seine Lehre als Zimmermann fortsetzen.
Begonnen oder zumindest offensichtlich manifestiert hatte sich die Wandlung von Silvio Bergmann* vor zwei Jahren. Er kam, wie es in der Anklageschrift heisst, «völ ...