Ums Jahr 1830 traf ein Student den Theologieprofessor Johannes Schulthess, der sich über Originale von alten Zwingli-Briefen beugte. Auf dem Tisch brannte ein Talglicht. Schulthess hielt ebenjenes Schreiben aus Einsiedeln in den Händen, in dem der junge Zwingli dem Chorherrn Utinger eine sittliche Verfehlung eingestand. «Sie kennen den Inhalt dieses Briefes», bemerkte Schulthess zu seinem Schüler, indem er das Blatt der Flamme näherte. «Was meinen Sie? Ausser Ihnen und mir kennt heute niemand diesen Brief; zu keiner Zeit könnte mehr an unserem Reformator ein Makel gefunden werden.» Er hielt einen Augenblick inne. Dann, mit einem Ruck, legte Pr ...