Georges-Arthur Goldschmidt: Der versperrte Weg. Roman des Bruders. Wallstein. 111 S., Fr. 31.90
Was wäre aus ihm geworden, wenn er ‹Arier› gewesen wäre? Seiner Emigration verdankte er, nicht den falschen Weg eingeschlagen zu haben.» Die kurze Frage und die lapidar klingende Antwort im jüngsten Buch des inzwischen 93-jährigen Georges-Arthur Goldschmidt betreffen seinen 2011 verstorbenen Bruder Erich. Die beiden Sätze fassen in nuce das Leitthema von Goldschmidts Gesamtwerk zusammen: die komplexe Vermischung von äusseren Gegebenheiten und persönlichen Entscheidungen, die den Weg eines Menschen bestimmen.
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