Das waren noch Träume. «Der Luxus der Zukunft verabschiedet sich vom Überflüssigen und strebt nach dem Notwendigen», schrieb Hans Magnus Enzensberger im Essay «Reminiszenzen an den Überfluss». Wirklich begehrt, so der Philosoph weiter, seien künftig «nicht schnelle Automobile und goldene Armbanduhren, Champagnerkisten und Parfüms», nein, der luxuriöse Mensch verwirkliche sich vielmehr, indem er so diskrete (und zunehmend seltene) Werte wie Ruhe, Raum oder Zeit geniesse. Und weiter: «Der Luxus hat sich zu Tode gesiegt, es fragt sich, ob er überhaupt noch eine Zukunft hat.»
Das war Ende 1996, also vor gut zehn Jahren, doch die Vorstellungen wirken wie aus einem fernen Zeitalter ...