Die Brandursache ist bis heute unklar. Vor genau hundert Jahren, in der Silvesternacht 1922, ging das Goetheanum in Flammen auf. Man vermutete Brandstiftung, den Feuerteufel fand man aber nie. «Sein ‹Steinereanum› in der Schweiz haben sie ihm in Brand gesteckt, eine Tat, die durchaus widerwärtig ist. Es soll ein edler, kuppelgekrönter Bau gewesen sein, der wirkte wie aus Stein. Er war aber aus Holz und Gips, wie die ganze Lehre», stichelte Kurt Tucholsky von Paris aus in Richtung Dornach, wo der geistige Vater des Goetheanums, Rudolf Steiner, sein Hauptquartier 1920 eröffnet hatte. Das neue Goetheanum, das Steiner zuerst im Massstab 1:100 aus einer rotbraunen Masse modellierte ...