Glasscherben knirschen unter den Stiefeln und Sandalen der Rebellen. Fast alle Geschäfte des teilweise mit Wellblech überdachten Basars sind geschlossen, die Rollläden verriegelt. In manchen Jalousien klaffen Löcher von Gewehrkugeln und Granatsplittern. Das Grollen der Artillerie, vereinzelte Einschläge von Granaten und das Stakkato automatischer Waffen verstärken den gespenstischen Eindruck in den engen Gassen der Altstadt von Aleppo, wo einst Muslime, Christen und Juden – mehr oder weniger friedlich – auf engstem Raum zusammenlebten. Eine einsame Kaffeebar ist geöffnet, sie gehört einem hinkenden Mann. «Die meisten Juden sind schon vor Jahren nach Israel geflüchtet», sagt de ...