Der Minister habe das Haus an der Via del Campo Marzio, 24 in Rom immer pünktlich vor neun Uhr morgens verlassen und sei von Chauffeur und Leibwächtern abgeholt worden, sagt der Portier. Seit Donnerstag letzter Woche wohnt Giulio Tremonti, 64, nicht mehr hier. Der oberste Sparkommissar Italiens, der gerade ein 40-Milliarden-Euro-Sanierungsprogramm vorgelegt hat und als Nachfolger Berlusconis gehandelt wird, hauste gratis im Luxusappartement, auch wenn er, wie er betonte, nur ein einziges Zimmer belegte, was jedoch nicht Vorbildliches bedeutet, denn es geht nicht ums Sparen, sondern ums Profitieren und möglicherweise mehr. Denn beim Vermieter handelt es sich um Tremontis engsten politis ...