Jetzt wird das Verhältnis zwischen Deutschen und Schweizern zügig kommerzialisiert. Mit «Heidiland» hat die 36-jährige Deutsche Susanne Fengler den ersten Roman zum Modethema geschrieben, und modisch kommt er leider auch daher. Eine Berliner Ärztin wechselt ins Zürcher Unispital, weil hier Löhne und Arbeitsbedingungen besser sind, ihr Freund, eine verkrachte Existenz, bleibt in Deutschland. Und wie’s das fengelsche Märchen will, wird er am Ende Karriere machen und sie vor einem Trümmerhaufen sitzen, zerstört von ihren eigenen Erwartungen – und vor allem von den netten Schweizern, die es nie so gut meinen, wie sie sagen. Das alles ist in einem länglichen, adjektivistisch aufge ...