In der späten Regierungsphase des Bundeskanzlers Gerhard Schröder hatten 2004 die Reformen am Arbeitsmarkt die Republik gehörig durcheinandergewirbelt. Die Bezugsdauer von Arbeitslosenunterstützung wurde damals verkürzt, und der Arbeitslose landete recht unvermittelt in der Sozialhilfe, die in «Grundsicherung» umbenannt wurde. Das legte den Grund für die nachfolgende Gesundung des deutschen Arbeitsmarkts und den anhaltenden Absturz der SPD in der Wählergunst. Der grosse Nutzniesser war Angela Merkel, sechzehn Jahre lang stand sie bei sinkenden Arbeitslosenzahlen an der Spitze von unionsgeführten Bundesregierungen.
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