Zuoz, am vergangenen Samstag. Das Engadin präsentiert sich düster, kalt und wolkenverhangen. Die Szenerie passt zum Gemütszustand von Hanno Berger. Seit zehn Tagen ist er der wohl berühmteste Bewohner des Tals. Wider Willen. In einer konzertierten Aktion von neunzehn Zeitungen zerrte ihn ein europaweit operierendes Journalistenkollektiv ans Licht der Öffentlichkeit. Als Kopf einer Art von Verbrechersyndikat – will man den Berichten glauben –, das Staaten europaweit um den gigantischen Betrag von 54 Milliarden Euro betrogen habe.
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