Mit Aussenpolitik, das beten die Wahlkampfberater weltweit wie ein Mantra herunter, ist keine Wahl zu gewinnen. Oder doch – das kategorische Nein Kanzler Gerhard Schröders zu jeder (auch nur finanziellen) Unterstützung eines militärischen Vorgehens der Vereinigten Staaten gegen den Irak scheint sich auszuzahlen. Die Sozialdemokraten finden sich vor der Bundestagswahl vom kommenden Sonntag unverhofft in der Favoritenrolle wieder. Bei Wahlkampfveranstaltungen und in den Umfragen brandet dem in Rekordzeit vom Konsens- zum Dissenskanzler gewandelten Schröder beim Thema Irak begeisterte Zustimmung entgegen.
Dass Gerhard Schröder wenig Hemmungen kennt, wenn es um den Machterhalt geht, darf ...