Eigentlich ist er ein herausragendes Beispiel für gelungene Integration. Akif Pirinçci kam 1969 im Alter von neun Jahren als Sohn mittelloser Gastarbeiter nach Deutschland. Innerhalb weniger Wochen lernte er die Sprache, der Bube aus bildungsfernem Umfeld, wie es im heutigen Sozialjargon heissen würde, verfügte bald über einen grösseren Wortschatz als seine einheimischen Mitschüler. Mit vierzehn Jahren las er von sich aus Klassiker wie Hölderlin, Eichendorff oder E.T.A. Hoffmann und das Gesamtwerk von Sigmund Freud.
Pirinçci wollte unbedingt Schriftsteller werden. Er schrieb pausenlos, flog deshalb vom Gymnasium, verfasste dafür mit fünfzehn sein erstes Drehbuch für den Bayerisch ...