Am Anfang sprach Kindergärtnerin Virginia Velarde halbwegs heimlich Hochdeutsch mit ihren Schützlingen – mit dem Einverständnis der Eltern, aber gegen die Devise der Erziehungsdirektion. Die gebürtige Peruanerin hatte sich die Mundart zwar mit viel Fleiss angeeignet, weil sie sonst in der Schweiz gar nicht hätte unterrichten dürfen. Doch sie glaubt, dass vor allem Kinder von Ausländern bessere Chancen haben, wenn sie von klein auf Hochdeutsch lernen.
Mittlerweile darf Virginia Velarde in ihrem Kindergarten nicht nur Hochdeutsch sprechen – sie muss. Als sie sich letztes Jahr von der Stadt Schlieren anstellen liess, war dies Bedingung. Denn in den achtzehn Kindergärten des Zürcher ...