Rhythmus ist eine Qualität von Leben, im Gegensatz zum Metrum, dem starren Korsett des Takts. Was lebt, ist unvorhersehbar und also immer auch die Ausnahme von der Regel. Die Differenz zum Schema, die unregelmässigen kleinen Wirbel im Fluss der Strömung. Mit dem Pathos anderer Jahrhunderte gesagt: der beseelte Hauch in der künstlichen Form.
Paul Motian, der alterslose, wache, neugierige amerikanische Perkussionist armenischer Herkunft mit Jahrgang 1931, ist so gesehen der Inbegriff eines lebendigen Musikers. Er ist daheim in allen überkommenen Spielformen des Jazz und immer auf inspirierendste Weise auch daneben. Seit er von 1959 bis 1963 zum legendären Trio von Bill Evans gehörte, g ...