Es lässt sich wahrscheinlich kaum mit der Existenz eines Gemeinwesens vereinbaren, wenn jeder Bürger seine Steuerleistung nach Gutdünken festlegt. Es müssen in einem Rechtsstaat einheitliche Steuergrundsätze für alle gelten. Wer das Geschuldete nicht zahlt, bleibt dieses schuldig und macht sich damit auch vor dem Gesetz schuldig. Dies ist die eine Seite: der Standpunkt des Rechtspositivismus: Gesetz ist Gesetz, Befehl ist Befehl, wenn die geltenden Spielregeln eingehalten wurden. Aber diese Ansicht macht die Bürger wehrlos gegen ungerechte Gesetze.
Die andere Seite, ist eben die Frage, was der Staat von seinen Bürgern legitimerweise an Steueropfern fordern darf? Sie stellt sich insb ...