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Die Weltwoche

Die andere Sicht auf Henry Kissinger
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Die andere Sicht auf Henry Kissinger

Die Weltwoche gratuliert dem früheren amerikanischen Aussenminister zum 100. Geburtstag. Und verschweigt alles, was der Mann in seinem Leben verbrochen hat.
Zum 100. Geburtstag soll man Nettes sagen. Das dachte sich wohl auch die Weltwoche, als sie den Historiker Andrew Roberts um einen Gratulationsartikel für den früheren amerikanischen Aussenminister Henry Kissinger bat («Ein echter Intellektueller», Weltwoche Nr. 21/23). Roberts enttäuschte die Erwartungen nicht. Seine Lobrede uferte in eine Heiligsprechung aus – Duftmarke: «Die Leser seiner Bücher werden sich, auch lange nachdem er in den grossen West Wing im Himmel gegangen sein wird, an seinen Aphorismen und Bonmots vergnügen.» Auch Roberts’ britische Ironie kaschierte den publizistischen Liebesdienst nur notdürftig («Auf meinem Schreibtisch steht ein Foto von Kissinge ...
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